Infos
Flugzeug:
Gesprungen wird meistens aus einem Luftfahrzeug, Absprünge sind jedoch auch von festem Untergrund aus möglich, Base
Jump. Prinzipiell kann aber auch von Hubschraubern, Heißluftballonen, Motorseglern, Segelflugzeugen usw. gesprungen
werden. Je nach zugelassenem Sprungplatz (eng. drop zone) und verwendetem Luftfahrzeug erfolgt ein Fallschirmsprung im
Allgemeinen aus ca. 1000 bis 4500 Metern über Grund.
Freifall:
Im freien Fall kann die Geschwindigkeit zwischen 180 km/h und 350 km/h betragen. Bei der „klassischen“
Freifallhaltung in Bauchlage liegt die Durchschnittsgeschwindigkeit bei etwa 200 km/h. Sie wird im Wesentlichen durch
den Luftwiderstand und die Form (Körperhaltung) bestimmt. Bei Tandemsprüngen wird kurz nach dem Absprung ein kleiner
Bremsschirm (Drogue) geöffnet, der die Geschwindigkeit auf etwa 200 km/h abbremst.
Schirm:
Der Fallschirm wird in der Regel zwischen 1500 und 700 Metern über dem Erdboden geöffnet. Gesteuert wird der
Flächenfallschirm durch eine rechte und eine linke Steuerleine, durch welche die Kappe jeweils einseitig abgebremst
wird. Durch gleichzeitiges Ziehen an beiden Steuerleinen vermindert sich die Geschwindigkeit. Dadurch erreicht man im
Idealfall eine stehende Landung.
Sicherheit:
Im Notfall, also bei Öffnungsstörungen etc., kann die Hauptschirm durch ein so genanntes Trennkissen abgetrennt
werden und durch Betätigen einer zweiten Öffnungsvorrichtung der Reserveschirm geöffnet werden. Weitere Sicherheit wird
durch so genannte Öffnungsautomaten (z. B. Cypres) erreicht. Diese messen Höhe und Fallgeschwindigkeit des Springers
und öffnen automatisch die Reserve, wenn in einer definierten Höhe eine definierte Geschwindigkeit überschritten wird.